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| ©Sarah-Maria |
Vor dem Zweiten Weltkrieg haben Berthold Brecht und Helene Weigel zunächst in der Spichernstraße, dann in der Hardenbergstraße 1a und ab Oktober 1932 in der Leibnizstraße 108 gewohnt. Mussten allerdings bei Unterschreibung des Mietvertrages versichern, dass sie keinerlei politisches Material an dem Haus oder dessen Fenster anbringen, denn die politische Stimmung war in Berlin aufgeheizt und man hatte Angst den Hausfrieden zu gefährden. Dort lebte das Paar jedoch nur einige Monate, denn direkt nach dem Reichstagsbrand in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar und der darauf folgenden Machtergreifung der Nazis verließen die beiden Deutschland in Richtung Prag. Brecht und Weigel waren den Nazis schon lange ein Dorn im Auge und sie hatten Angst vor einer Verhaftung – vermutlich zu Recht.
Drei Jahre nach dem Krieg, 1948, ging Brecht wieder zurück nach Berlin und zu „seinem“ Theater am Schifferbauer Damm. Angesichts der völlig zerstörten Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg äußerte Brecht sich, nicht ohne bitteren Sarkasmus, in seinem Tagebuch zu der sich in seiner Biographie wichtigsten Stadt wie folgt: „Berlin, eine Radierung Churchills nach einer Idee Hitlers. Berlin, der Schutthaufen bei Potsdam.“
Quelle:
Bienert, M., Buchholz E. L.: Die Zwanziger Jahre in Berlin: ein Wegweiser durch die Stadt. Berlin: Berlin Story Verlag, 2006

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